Kleintierpraxis

Logo der Praxis

Dr. Marion Grünerbel

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 12:00 16:00 - 18:00
Dienstag 10:00 - 12:00 17:00 - 19:00
Mittwoch geschlossen 16:00 - 18:00
Donnerstag 11:00 - 13:00 geschlossen
Freitag 10:00 - 12:00 17:00 - 19:00

Kontakt

Telefon +4989-759-682-22
Mobil +49171-206-41-82

Anfahrt

von futalis verifizierte Tierarztpraxis

Too many dogs....Auslandstierschutz weltweit

Jeder von uns kennt die Problematik der Straßenhunde in vielen Ländern, so zum Beispiel in Indien, Osteuropa, in vielen Mittelmeerländern, Asien und Afrika. Streunende Hunde werden dort häufig immer noch eingefangen und in Auffanglager oder Tierheime gesteckt oder sogar getötet. Das Problem der Hundeüberpopulation wird dadurch jedoch nicht gelöst sondern sogar noch verschärft, da die übrigen Hunde in das nun freiwerdende Gebiet nachrücken können, für diese mehr Nahrung zur Verfügung steht und die Anzahl der Hunde nach einiger Zeit mindestens genauso groß ist wie zuvor. In einigen Ländern, wie zum Beispiel Indien, stellt auch die durch Hundebisse übertragene Tollwut nach wie vor ein großes Problem und eine lebensbedrohliche Gefahr für die Menschen dar.

Die Situation der Straßentiere kann im Grunde nur mit groß angelegten Kastrationsprojekten kombiniert mit Impfkampagnen und einer Öffentlichkeitsarbeit durch die Information der Bevölkerung verbessert werden. Beim Vermitteln einzelner Straßenhunde nach Deutschland, England oder andere reicheren Länder wird diesen Tieren natürlich die Möglichkeit geboten, ein besseres Leben zu führen, wobei jedoch die Problematik der Streuner insgesamt nicht entschärft wird.

Ich bin seit 2008 aktiv im Auslandstierschutz tätig und unterstütze Tierschutzorganisationen weltweit, beispielsweise in Südafrika, Botswana, Indien, Ägypten, Griechenland und Rumänien. Für die englische Tierhilfsorganisation WVS (Worldwide Veterinary Services), welche Tierschutz- und Hilfsorganisationen weltweit unterstützt, bin ich nach Ägypten, Botswana und Südafrika gereist und habe dort bei ABC (Animal Birth Control) Projekten mitgearbeitet. Diese Projekte haben ein tierschutzgerechtes und möglichst stressfreies Einfangen der Hunde und Katzen, das Kastrieren und Freilassen nach möglichst kurzer Zeit (meist nach 24 bis 48 Stunden) an dem Ort, an dem sie auch eingefangen wurden, zum Ziel. Normalerweise kastriere ich so am Tag um die 20 bis 30 Hunde und Katzen. In Botswana operierten wir teilweise auf dem zentralen Marktplatz, umringt von der Dorfgemeinschaft und unzähligen neugierigen Kindern, für die wir eine willkommene Abwechslung darstellten! Die Tiere werden von uns auch gleichzeitig gegen Tollwut, Staupe und andere Infektionskrankheiten geimpft und gegen Parasiten behandelt.

Zusätzlich zu meinem Einsatz bei Kastrationsprogrammen, leiste ich auch meinen Beitrag bei der Ausbildung einheimischer Tierärzte, damit diese vor Ort den Tieren helfen und diese operieren können. So habe ich in Indien im Herbst 2010 im WVS International Training Centre und im Februar 2011 in Ägypten mitgeholfen, örtlichen Tierärzten das Kastrieren von Hunden und Katzen beizubringen. Dabei legten wir besonderen Wert darauf, dass die Operationen so ausführlich wie möglich erklärt und diese dann so steril wie möglich durchgeführt wurden, auch wenn die Bedingungen vor Ort oft sehr schwierig waren.

Seit Sommer dieses Jahres unterstütze ich außerdem den Tierärztepool und habe im August bei einem Kastrationsprojekt auf Kreta und im Oktober in Rumänien operiert. Für diese deutsche Tierschutzorganistion werde ich im November 2012 auf die Insel Sal in den Kapverden fliegen und dort mit 3 weiteren Tierärzten eine Woche lang arbeiten und so viele Tiere wie möglich behandeln und kastrieren. Dies ist nun schon der 5. Einsatz au dieser Insel und mittlerweile kann man den Fortschritt schon sehen. Die kastrierten Hunde sind in einem weitaus besseren Gesundheitszustand und verträglicher als die unkastrierten Tiere, denen man ansieht, wie sehr der ewige Kreislauf aus Vermehrung und Aufzucht der Jungtiere an ihren Kräften zehrt.

Ich höre immer mal wieder den Satz: “Wie kannst du dich in diesen Ländern, in denen Menschen leiden, denn nur um die Tiere kümmern?“ Dazu ein Beispiel: In Indien sterben jedes Jahr ca. 20.000 bis 30 000 Menschen an Tollwut! Die Infektion verläuft immer tödlich. Wenn in Indien das Geld, das jährlich für die Behandlungen und Impfungen von Menschen nach Hundebissen aufgewendet wird (es werden jährlich um die 500.000 Menschen behandelt), in Kastrationsprojekte investiert würde, könnten 30 Millionen Hunde kastriert und geimpft werden! Groß angelegte Impfprojekte senken bewiesenermaßen die Anzahl an infizierten Menschen. Auf diese Weise helfen wir also auch der Bevölkerung des betroffenen Landes.

Jeder leistet den Beitrag, der ihm persönlich möglich ist, bei mir sind es diese Projekte! Es ist ein schönes Gefühl, Tieren helfen zu können, um die sich sonst niemand kümmert und für die eine Kastration die Chance auf ein längeres und gesünderes Leben bietet.

Auf folgenden Links können Sie sich weiter über die erwähnten Projekte informieren - oder kontaktieren Sie mich direkt wenn Sie mehr über diese Tierschutzarbeit erfahren wollen und helfen möchten!

www.dagmarmayer.com
www.tierärztepool.de
www.wvs.org.uk